Freitag, 31. August 2012

Qualitätswerkzeuge im Qualitätsmanagement

Damit ein Qualitätsmanagementsystem effektiv ist, darf es sich dabei nicht nur um eine Dokumentation zum Nachweis der Normerfüllung handeln, sondern in ihm muss der kontinuierliche Verbesserungsprozess verankert sein.

Dem kontinuierlichen Verbesserungsprozess unabdingbar sind dabei die Qualitätswerkzeuge die dazu dienen, Probleme oder mögliche Probleme zu erkennen, zu verstehen und zu lösen, bzw. zu vermeiden. Nachfolgend möchte ich die sieben Qualitätswerkzeuge aufzählen und kurz erläutern.

  1. Fehlersammelliste - Die Fehlersammelliste (Strichliste) dient dazu Daten (die Fehler) rationell zu erfassen und darzustellen. Fehler werden einer Kategorie zugeordnet und in einer Tabelle zahlenmäßig erfasst.
  2. Histogramm - In einem Histogramm (Säulendiagramm) werden Daten zur besseren Beurteilung zusammengefaßt und grafisch in Form von Säulen dargestellt. Diese Darstellung dient der besseren Visualisierung der Häufigkeitsverteilung der Daten.
  3. Qualitätsregelkarte - In einer Qualitätsregelkarte werden Daten aus einem Fertigungsprozess gesammelt und über einen längeren Zeitraum grafisch dargestellt. Auf dieser Qualitätsregelkarte werden Anfangs Mittel-, Warn- und Eingriffswert festgelegt und diese dient dazu Rückschlüsse auf eine Prozessfähigkeit zu treffen.
  4. Pareto-Diagramm - Das Pareto-Diagramm ist die grafische Darstellung von gesammelten Fehlerdaten, die dabei nach Häufigkeit des Problems sortiert werden. Das Pareto-Diagramm basiert auf der 80/20 Regel die besagt, dass 20& der Fehlerarten für 80% der Fehler verantwortlich sind.
  5. Korrelationsdiagramm - Ein Korrelationsdiagramm ist die grafische Auswertung von in statistischen Verfahren gesammlten Werten, um eine Beziehung zwischen Faktoren und Variablen herzustellen.
  6. Brainstorming - Bei einem Brainstorming handelt es sich im eine Methode zur Ideenfindung. Im ersten Schritt versucht ein Team Gedanken, Ideen und Lösungsvorschläge (nur quantitativ) zu sammeln. Erst in der zweiten Phase (Bewertungsphase) werden die gesammlten Gedanken, Ideen und Lösungsvorschläge diskutiert, sortiert und bewertet.
  7. Ursache-Wirkungs-Diagramm (Ishikawa-Diagramm) - Das Ishikawa-Diagramm ist ein Qualitätswerkzeug, mit dem Ursache und Wirkung getrennt voneinander betrachtet werden und mögliche Fehlerursachen nach Mitwelt, Methode, Mensch, Material und Maschine sortiert werden.
Nicht jedes der oben genannten Werkzeuge ist für jedes Unternehmen, bzw. jeden zu beobachtenden Prozess anwendbar. Der Einsatz eines geeigneten Qualitätswerkzeuges kann aber dazu dienen zum Beispiel aktuelle Probleme zu lösen oder mögliche Probleme zu eruieren, bevor diese überhaupt aufgetreten sind. Dies hilft dabei die Fehlerkosten langfristig und dauerhaft zu senken.


Michael Thode
Lösungsfabrik Bodensee - Ihr Qualitätsmanagement und ISO 9001 Berater

Dienstag, 28. August 2012

Abmahnwelle wegen Impressumsfehlern bei Facebook


Abmahnungen wegen Impressumsfehlern, insbesondere bei Facebook nehmen rapide zu. Vor allem Fan- bzw. Unternehmensseiten sind betroffen, da hier gerne Fehler gemacht werden.
Sogar das Impressum im sog. Info-Bereich ist bereits strittig und wird von Kanzleien abgemahnt.

Impressum ist Pflicht

Wichtig ist, dass Sie überhaupt ein Impressum auf Ihrer Facebook-Seite bzw. einen Link zu Ihrem eigenen Impressum auf Ihrer Website haben. Ein Urteil des AG Aschaffenburg macht dies jetzt noch schwieriger und ist auch auf Google+ übertragbar. Problematisch hierbei ist ebenfalls die Sichtbarkeit des Impressums auf mobilen Geräten.

Riskieren Sie nichts und lassen sich von einem Experten in diesem Bereich beraten.

Stefan Fischerkeller
externer Datenschutzbeauftragter

Stichtag 01.09.2012 - sind Ihre Daten sauber?


 Ab dem 01. September 2012 dürfen personenbezogene Daten zur Verwendung für Werbezwecke und die sog. Listendaten, grundsätzlich nur mit Einwilligung genutzt werden.

Das bedeutet für werbende Unternehmen, dass personenbezogene Daten, wie bspw. Telefonnummern und E-Mail-Adressen nicht mehr ohne ausdrückliche Einwilligung des Betroffenen verwendet werden dürfen.

Wie ist mit den bisherigen Daten umzugehen? Darf ich diese noch für Werbung verwenden? Wie kann ich eine wirksame Einwilligung einholen? Gibt es Ausnahmen?

Bestenfalls lassen Sie sich von einem Fachmann beraten um Fallstricke zu vermeiden!

Stefan Fischerkeller
externer Datenschutzbeauftragter

Mittwoch, 8. August 2012

Schützen Sie Daten vor Hitze!


Im Sommer kann es durch Hitze, aber auch durch Sommergewitter zu Schäden an Ihren Daten kommen. Wie kommt das?

Wenn sich Rechner, Tablets, Notebooks oder Server auf über 35 Grad erhitzen, kann dies zum Ausfall führen. Besonders bei direkter Sonneneinstrahlung in Büros oder Fahrzeugen ist diese kritische Marke schnell erreicht. Zudem richten sich die 35 Grad nicht nach der Außentemperatur, sondern nach der Temeperatur der Komponente selbst.

Grund für die Schäden ist die Materialausdehnung bei Hitze. Bauteile, die sich nicht berühren sollten, treffen aufeinander und  beschädigen sich gegenseitig (bspw. Schreib- und Leseköpfe auf magnetischer Festplatte). Dies führ unweigerlich zur Beschädigung der Bauteile und der gespeicherten Daten. Hier hilft meist nur eine aufwendige und teure Datenrettung.

Auch Sommergewitter können durch Blitzschlag Schäden anrichten, indem bei oberirdisch verlegten Strom- und Telefonleitungen Überspannungen entstehen. Dies kann ebenfalls zum Totalausfall von IT-Komponenten führen.

Achten Sie deshalb auf eine ausreichende Kühlung Ihrer Systeme, gerade an heißen Sommertagen.

Stefan Fischerkeller
GEFAS Datenschutz

Donnerstag, 2. August 2012

Wie wählt man ein sicheres Passwort?

Es ist unbestritten, dass in Zeiten zunehmender Vernetzung und leichterer externer Zugriffsmöglichkeiten die Anforderungen an ein Passwort steigen. Deshalb sollten Sie sowohl geschäftlich als auch privat ein wenig Fantasie für Ihre Passwörter aubringen.
Verwenden Sie idealerweise nur Passwörter, die aus mindestens 10 Zeichen bestehen und aus folgenden Zeichen zusammengesetzt sind:
  • Großbuchstaben
  • Kleinbuchstaben
  • Zahlen
  • Sonderzeichen
Wie merken Sie sich aber die komplexen Passwörter?
Der Kleber am Monitor mit dem Zugangspasswort hat zweifelsohne ausgedient. Folgende Möglichkeiten schlagen wir Ihnen vor:
  • Verbindung zweier Wörter oder Silben (mit gemischter Groß- und Kleinschreibung) durch ein Sonderzeichen (bspw. 4zU&hAUse, gHE1m#niS)
  • Die Anfangsbuchstaben eines Merksatzes, am besten mit zusätzlichen Sonderzeichen und Zahlen (bspw. mLksP1nm steht für “manche Leute können Sich Passwörter einfach nicht merken”)
  • sinnvolle Wörter, die aus aussprechbaren Silben bestehen, idealerweise um Sonnderzeichenu nd Zahlen ergänzt (bspw. dOsil?Ao0n)
Versuchen Sie für verschiedene Systeme auch unterschiedliche Passwörter zu verwenden.
Nur wie verwahren Sie Ihre Passwörter?
Nutzen Sie eine der kostenfreien Verschlüsselungssoftware, bspw. Truerypt oder Keypass. Auch hier sollten Sie ein geeignetes Passwort im oberen Sinne vergeben.

Stefan Fischerkeller
GEFAS Datenschutz.de