Donnerstag, 10. Mai 2012

Soziale Medien und Datenschutz – Risiken und Chancen



„Mitmachen ist Pflicht“ – 2011 waren 76% aller Internet-Nutzer in Deutschland in sozialen Netzwerken registriert. Auch Unternehmen sind verstärkt mit Auftritten in sozialen Netzen aktiv. Damit das Ganze in geordneten Bahnen verläuft und nicht etwa Mitarbeiter Unerwünschtes online stellen, ist eine Social-Media Richtlinie sinnvoll.

Viele Unternehmen haben einen eigenen Unternehmensauftritt innerhalb eines sozialen Netzwerkes. Der Zweck kann vielfältig sein: Marketing- und Werbeinstrument, Kundenservice oder auch Mitarbeiter-Akquise. Welches Zweck es auch verfolgt – Das Unternehmen hat im Griff, was im Profil passiert. Das Unternehmen bestimmt, wer Zugriff erhält und welche Inhalte veröffentlich werden.

Unternehmensinformationen können aber auch auf den privaten Seiten der Mitarbeiter-/innen bekannt werden. Es kann nicht kontrolliert werden, welche Informationen auf den privaten Seiten veröffentlicht werden. Problematisch wird es, wenn vertrauliche Interna oder negative Äußerungen über den Arbeitgeber oder Kollegen bekannt werden. Je nach Einstellung des jeweiligen Profils, können die Infos an bestätigte Kontakte, alle registrierten Benutzer oder sogar die ganze Welt gerichtet sein.

Ein Verbot der Nutzung oder die technische Sperrung von Sozialen Medien während der Arbeitszeit nützt wenig, da die private Nutzung außerhalb des Unternehmens nicht reglementiert werden kann. Zudem kann ein Verbot ins Gegenteil umschlagen und unerwünschte Äußerungen über das Unternehmen in sozialen Netzen provozieren.

Statt eines Verbots ist es sinnvoller, Mitarbeiter – auch in deren eigenem Interesse – für den Umgang mit sozialen Netzen generell und für den Umgang mit Unternehmensinformationen in sozialen Netzen speziell zu sensibilisieren. Um die positiven Aspekte von sozialen Netzen zu nutzen und die Risiken möglichst zu minimieren, ist eine sogenannte Social-Media-Richtlinie hilfreich.
Diese Richtlinie muss sowohl die Nutzung des offiziellen Unternehmensauftrittes, wie auch den Umgang mit Unternehmens-Informationen auf privaten Seiten umfassen, sowie Empfehlungen und verbindliche Vorgaben enthalten.

Stefan Fischerkeller


1 Kommentar:

  1. Ich denke es ist auch sinnvoll, den Mitarbeitern die Chancen der Nutzung aufzuzeigen - sowohl B2B als auch B2C.

    Ein Unternehmen mit 'Kommunikationslücken' kann heute denke ich nicht erwarten, dass es nachhaltig erfolgreich bleibt.

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