Mittwoch, 23. Mai 2012

"Erst mal nichts machen..." - Datenschutz als Marketing-Instrument


Datenschutz als Marketing-Instrument 

Schon die Erstansprache des Kunden sollte zur Vertrauensbildung durch einen offensiven Umgang mit der eigenen Datenschutzpolitik unterstützt werden. Dabei ist es unverständlich, dass die wenigsten Unternehmen dieses Instrument bisher nutzen.

Die Einhaltung entsprechender Richtlinien und Techniken kann schon beim ersten Kontakt mit dem Kunden hilfreich sein. Darüber hinaus bietet sich an, neben den gesetzlich notwendigen Informationen über die Datenschutz-Organisation, den Kunden in verständlicher Form über den im Unternehmen gelebten Datenschutz zu informieren (eingesetzte Techniken, Schulungen der Mitarbeiter-/innen, verantwortliche Ansprechpartner für den Datenschutz).

Betrachtet man Firmenpräsentationen im Powerpoint oder Broschüren, kann man sich zu Recht fragen, warum bspw. die letzte Folie nicht als „i-Tüpfelchen“ die in dem Unternehmen gelebte Datenschutzpolitik anspricht. 

Auf diese Weise kann sich das Unternehmen von Mitbewerben abheben und einen Vertrauensvorschuss beim potentiellen Kunden erreichen um auch bei knappen Entscheidungen punkten zu können.

Grundsätzlich sollten Unternehmen, um sich vom Mitbewerbe zu differenzieren, das Thema Datenschutz mehr als öffentlich demonstrierte Business-Ethik verstehen und entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Lesen Sie im nächsten Teil zum Argument „Datenschutz als Wirtschaftsfaktor“

Stefan Fischerkeller GEFAS Datenschutz

Kommentare:

  1. Hm, Datenschutz ist ja 'Pflicht', wie kann ich mich durch Erfüllen einer Pflicht von Mitbewerbern abheben, dei dei selbe Pflicht haben? Das ist, wie wenn ein gastwirt sagt: Wir halten die Hygienevorschjriften ein. (Und das auf der Speisekarte) Oder?

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  2. Ein Blick in die Unternehmens-Landschaft genügt. Bisher setzen kaum Unternehmen dieses Instrument ein, wobei durch die gute Arbeit verschiedener Datenschützer das Bewusstsein weiter steigt.
    Bei der Vielzahl an Dienstleistern/Lieferanten sowie der zunehmenden Skepsis der Interessenten und Kunden, wird dieser Baustein bei der Auftragsvergabe an Wichtigkeit erheblich zunehmen.

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  3. Stimmt an sich, bei XING ist es immer ein gutes Argument, dass die Firma in D sitzt und sich an den deutschen Datenschutz hält - viele denken, XING komme aus den USA:

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  4. das wird sich verstärken. Das Misstrauen gegenüber intransparenten Speicherungen von Daten und der unbekannten Weiterverarbeitung (Verkauf, Werbung etc.) nimmt zu.
    Das sehen wir gerade u.a. beim Börsengang von Facebook. Natürlich sind die "Daten" etwas wert, aber nur im Sinne von Werbeschaltungen. GM hat bereits zurückgezogen, wir werden sehen, wie das weitergeht.
    Daten als Anlagevermögen... schwer zu erfassen

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