Freitag, 27. April 2012

Datenschutz - Frühjahrsputz

Der Frühling steht vor der Tür und somit ist es Zeit für den traditionellen Frühjahrsputz. Neben den eigenen vier Wänden sollten Internetnutzer dabei euch ihren Computer, Tablet-PC und ihr Smartphone auf Vordermann bringen und von Datenmüll und veralteten Programmen befreien  um ein nachhaltiges persönliches Datenschutzniveau beizubehalten.
Lesen Sie hier die wichtigsten Tipps für den Frühjahrsputz 2.0 und den privaten Datenschutz.

Ein nicht zu unterschätzendes Risiko geht von veralteter PC-Software aus, da sich für Cyberkriminelle durch ungeschlossene Lücken in diesen Programmen ideale Angriffsmöglichkeiten eröffnen. Bei mobilen Geräten lohnt sich ein kritischer Blick auf die installierten Apps und deren Berechtigungen, die sich durch das Einspielen von Updates ändern können.
Im Internet:
  • Das Ausmisten sollte vor Sozialen Netzwerken keinen Halt machen: Nutzer sollten Freundeslisten durchforsten und ggf. veraltete Bekanntschaften entfernen, die sie nicht kennen oder zu denen kein Kontakt (mehr) besteht. Zudem sollten nach Möglichkeit die „Freunde“ in Gruppen sortiert werden um eine nicht gewollte Verbreitung von persönlichen Daten zu verhindern.
  • Löschen von Nutzerkonten: Anwender sollten prüfen, ob bei Portalen, Online-Shops oder Webseiten ungenutzte Konten vorhanden sind. Eine große Anzahl an Konten erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich Kriminelle an den Konten zu schaffen machen und für Ihre Zwecke nutzen.
  • Generell sollten Nutzer mit eingeschränkten Rechten im Internet surfen. In der Systemsteuerung von Windows lassen sich einfach Berechtigungen der verschiedenen Benutzer verwalten. Sie können bereits bei der Installation ein entsprechendes Profil anlegen.
  • Ändern der Passwörter: Eine regelmäßige Änderung der Passwörter ist unerlässlich. Dabei sollten Nutzer Passwörter nicht mehrmals verwenden und sie sollten ausreichend lang und komplex sein.
Auf Smartphones / Tablet PCs:
  • Ein kritischer Blick auf die installierten Apps kann nicht schaden. Updates können unbemerkt zu weiteren Befugnissen der App führen, die so nicht gewollt sind. Meist werden Änderungen vor dem Update angekündigt, diese werden jedoch selten gelesen. Im Zweifelsfall sollten Apps gelöscht werden, wenn sie zu viele Berechtigungen umfassen.
  • Nach dem Löschen von Daten und Programmen sollten sie die internen Speichermedien wie SD oder Micro-SD-Karten prüfen. Hier sind meist doch Restdaten der verschiedenen Anwendungen zu finden.
  • Nach Möglichkeit sollten mobile Sicherheitslösungen auf Ihrem Smartphone oder Tablet-PC eingerichtet werden
Auf dem PC:
  • Ein Backup sichert alle wichtigen Daten für den Fall einer Infizierung oder eines Systemzusammenbruchs. Durch ein Systemabbild lassen sich Daten aber auch installierte Programme sichern.
  • Die Nutzung einer Sicherheitslösung ist heutzutage unerlässlich. Regelmäßige Updates sollten laufend vorgenommen werden um Programm- und Virensignaturupdates zu aktualisieren.
  • Löschen Sie Browser-Cookies: der Verlauf und bspw. auch Webformulardaten sollten nach jeder Sitzung gelöscht werden. Bei gängigen Browsern lässt sich dies auch automatisiert einstellen.
  • Temporäre Dateien: im Windows Ordner „Temp“ sammeln sich viele Daten, die durch das Surfen im Internet entstehen. Auch diese sollten aus Sicherheitsgründen laufend gelöscht werden.
  • Restlose Vernichtung: veraltete und nicht mehr benötigte Dateien sollten gelöscht werden. Die zu löschenden Dateien sollten mit Hilfe eines digitalen Shredders restlos entfernt werden. Gängige Sicherheitsanwendungen verfügen über eine solche Funktion.
  • Updates: Das Betriebssystem und die installierte Software sollte durch Updates, Patches oder Service-Packs auf dem aktuellsten Stand gehalten werden.
Autor: Stefan Fischerkeller www.gefas-datenschutz.de 

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